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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Menschliche Gesundheit

Die meisten von uns wissen aus eigener Erfahrung, dass die menschliche Gesundheit sehr verletzlich ist. Durch klimatische Veränderungen können zusätzliche Gefährdungen entstehen: Extreme Ereignisse wie Hitzewellen oder Starkregen, die durch den Klimawandel sehr wahrscheinlich zunehmen werden, sind häufig mit erheblichen gesundheitlichen Risiken oder Unfallgefahren verbunden. Die veränderten Klimabedingungen können also direkte Folgen für die menschliche Gesundheit haben.

Ein Beispiel hierfür ist die deutlich erhöhte Zahl von Todesfällen, die im Hitzesommer 2003 auch in Hessen zu beklagen war. Um zukünftig solche gravierenden Folgen zu minimieren, hat der Deutsche Wetterdienst ein zweistufiges Hitzewarnsystem etabliert, das auf Landkreisebene und für große Städte vor starker oder extremer Wärmebelastung warnt. Besonders anfällig für Hitzebelastungen sind ältere und vorerkrankte Menschen, Säuglinge und Kleinkinder sowie Personen, die im Freien arbeiten. Um zu gewährleisten, dass die Hitzewarnungen alle Risikogruppen erreichen und Maßnahmen ergriffen werden, die sie besser vor Hitze schützen, können Hitzeaktionspläne aufgestellt werden.

Auch weniger auffällige, stetige Veränderungen des Klimas können sich auf die menschliche Gesundheit auswirken, indem sie beispielsweise die Ansiedlung oder Ausbreitung neuer Tier- und Pflanzenarten begünstigen, die bei uns bisher nicht oder nur selten vertreten waren. Dabei sind für eine Zuwanderung vieler „neuer“ Arten zahlreiche weitere Faktoren wie Globalisierung, zunehmender Warentransport oder Tourismus mitverantwortlich.

Zwei invasive Stechmückenarten, die ursprünglich aus Asien stammen, sind derzeit für Hessen besorgniserregend: die japanische Buschmücke (Aedes japonicus), die in benachbarten Bundesländern Hessens bereits als etabliert gilt, und die asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die aus medizinischer Sicht weitaus bedeutender ist und in Süddeutschland bereits erfolgreich überwintert hat. Vor allem bei der Buschmücke ist eine dauerhafte Ansiedlung auch in Hessen äußerst wahrscheinlich.


Projekte, die das FZK zu diesem Themenbereich beauftragt hat.