Logo Land Hessen

Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Projektergebnisse

Leitfäden und Broschüren

Hitze in der Stadt und kommunale Planung
Die Broschüre erläutert den Hintergrund des Projektes und bietet einen Überblick über die Voraussetzungen, die in einer Kommune notwendig sind, um das Thema Hitze in der Planung zu berücksichtigen. Sie gibt erste Einblicke in den Planungsleitfaden und stellt die Checkliste des Planungsleitfadens zur Selbsteinschätzung der Kommune vor.

 

Anforderungen an die Berücksichtigung klimarelevanter Belange in kommunalen Planungsprozessen
Der (Planungs-) Leitfaden zeigt auf, wie das Thema Hitze in die Verwaltung der Kommune integriert werden kann und gibt eine Übersicht über rechtliche Möglichkeiten in der Bauleitplanung im Anhang. Die Checkliste im Leitfaden hilft die Situation in der Kommune zu bewerten und navigiert durch die Steckbriefe mit Verbesserungsvorschlägen.

 

Kommunale Klimaanpassung – Hitze und Gesundheit
Die Broschüre bietet einen ersten Einstieg in den Handlungsleitfaden und damit in die Methoden, die im Projekt entwickelt wurden. Der Methodenbaukasten für Stadtklimaanalysen wird übersichtlich mit allen Modulen vorgestellt und die wichtigsten Themen des Leitfadens werden kurz zusammengefasst.

 

Handlungsleitfaden zur kommunalen Klimaanpassung in Hessen – Hitze und Gesundheit
Das zentrale Projektergebnis ist der Handlungsleitfaden zur Erstellung von Stadtklimaanalysen mit Augenmerk auf vulnerablen Gruppen. Im Leitfaden werden Planungshinweise gegeben, um die Belastung auf die menschliche Gesundheit zu minimieren. Es wird ein Methodenbaukasten vorgestellt, der einzelne Verfahrensschritte und Möglichkeiten bis zur fertigen Stadtklimaanalyse aufzeigt.
Neben Erläuterungen zur Organisation in der Kommune werden Empfehlungen zu Modellen, grafischen Darstellung und Analysen gegeben. Die Vorschläge im Methodenbaukasten sind mit Hinweisen versehen, für welche Kommunengröße die betreffende Maßnahme empfohlen wird.

 

Planungshinweise zum Thema Hitze und Gesundheit
Mithilfe von Filtermöglichkeiten werden in diesem Exceltool Hinweise gegeben, wie Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas umgesetzt werden können und welche Instrumente dabei hilfreich sind. Gefiltert werden kann nach Wirkungsfeld (wo soll die Maßnahme Wirkung zeigen) oder nach verschiedenen Raumkategorien (ist der Ort der Maßnahme klimatisch belastet und durch die Maßnahme soll eine Verbesserung der Situation erzielt werden oder ist der Wirkungsraum der Maßnahme bereits besonders wichtig als Ausgleichsraum und die klimatische Funktion soll erhalten oder gestärkt werden?).

Im Handlungsleitfaden zur kommunalen Klimaanpassung in Hessen – Hitze und Gesundheit werden bereits einige Kartenausschnitte als Beispiele gezeigt. Ergänzend können hier weitere Karten bzw. Verfahrensschritte zur Erstellung von Karten heruntergeladen werden.

Analyse der Sensititivität der Bevölkerung
In den folgenden PDFs werden anhand von ausgewählten Szenarien die verschiedenen Arbeitsschritte des Projektes in Karten dargestellt. Somit können die Verarbeitungsschritte ausgehend von den meterologischen Grundlagenkarten über die Aufbereitung und Analyse der vulnerablen Bevölkerung bis hin zur Ergebniskarte nachvollzogen werden. Um die Nachvollziehbarkeit zu unterstützen, ist jedes PDF mit einer Übersicht der Verfahrensschritte, einer Nummerierung der Schritte und kurzen Erläuterungen versehen.
Die Szenarien stehen je für Wiesbaden und Mainz zum Download bereit:

Ausgewählte Einzelkarten
Das Projekt hat neben den oben erläuterten Karten eine Vielzahl von weiteren Ergebniskarten produziert. Einzelne Analysen werden hier beispielhaft zum Download bereitgestellt. Weitere Informationen zur Erstellung dieser Karten erhalten Sie im Handlungsleitfaden zur kommunalen Klimaanpassung in Hessen – Hitze und Gesundheit. Folgende Analysen sind in der PDF zu finden:

  • Übersicht des Untersuchungsraumes mit Geländehöhen
  • Sozialindex Wiesbaden
  • Sozioökonomischer Status Wiesbaden
  • Kaltluftproduktionspotenzial des Projektgebiets
  • Kaltluftproduktionspotenzial Wiesbaden
  • Einstufung des Kaltluftproduktionspotenzials
  • Ziel- und Quellgebiete Trajektorienberechnung
  • Trajektorien

Für die Landeshauptstädte Wiesbaden und Mainz sowie deren Umgebung wurde durch den Deutschen Wetterdienst eine modellgestützte Klimaanalyse und -projektion erstellt, für die u.a. topographische Informationen und Klimadaten als Grundlage herangezogen wurden. Sie weist in einem ca. 22 km x 31 km großen Kernbereich eine räumliche Auflösung von 100 m x 100 m auf und erfolgte für zwei dreißigjährige Klimaperioden (1971–2000 und 2031–2060). Der Fokus liegt auf der Lufttemperatur und den Veränderungen von damit verbundenen sogenannten Kenntagen wie z.B. Sommertagen, heiße Tagen oder Tropennächten. Es wurden auch Kaltluftentstehungsgebiete und Kaltluftabflussbahnen ermittelt und die Intensität der Kaltluftabflüsse quantifiziert. Neben der Darstellung der Kenntage, auch für die Zukunft, wurden Schwellenwerte der gefühlten Temperatur zur Bestimmung der Wärmebelastung ausgewertet.

Der Bericht des DWDs bietet detaillierte Informationen zu allen klimatischen Analysen, die im Zuge des Projektes angefertigt wurden.

Noppel, Heike (Hrsg.: Deutscher Wetterdienst): Modellbasierte Analyse des Stadtklimas als Grundlage für die Klimaanpassung am Beispiel von Wiesbaden und Mainz. Abschlussbericht zum Arbeitspaket 3 des Projekts KLIMPRAX Wiesbaden/Mainz - Stadtklima in der kommunalen Praxis. - Offenbach am Main: Selbstverlag des Deutschen Wetterdienstes, 2017. (Berichte des Deutschen Wetterdienstes ; 249)

Um auch die Wirkungen von Veränderungen des Stadtklimas auf Biota zu ermitteln, wurde ein Projekt zur Methodenentwicklung von Prof. Dr. Windisch, Technische Hochschule Mittelhessen durchgeführt mit dem Projekttitel „Wirkungsermittlung von Stadtklimaeffekten auf Biota anhand von Flechten“.

Der Abschlussbericht liegt seit Juni 2016 vor und zeigt auf, inwieweit die Durchführung einer Flechtenkartierung benutzt werden kann, das Stadtklima nachzuzeichnen. In diesem wie auch im nachfolgend genannten Projekt ist Stadtklima zu verstehen als ein Zusammenwirken klimatischer Einflüsse und lufthygienischer Belastungen in Städten, die eng miteinander verknüpft sind; Flechten stellen dafür geeignete integrierende Bioindikatoren dar.

Weitere Informationen zur Flechtenkartierung finden Sie im Vortrag von Frau Prof. Dr. Windisch anlässlich der Fachtagung des HLNUG vom 1. März 2018.

Das anschließend gestartete Projekt "Wirkungsermittlung von Stadtklimaeffekten auf Biota anhand des Bioindikators Flechte in Wiesbaden" wurde im Juni 2017 gestartet, um die Methode in Wiesbaden anzuwenden, zu erproben und für andere Kommunen bereitzustellen. Die Kartierungen wurden im August 2017 durchgeführt.
Auf einem neuen BLOG des Vereins deutscher Ingenieure (VDI) zu Flechten als Klimawandelanzeiger sind Informationen zur angewandten Methode zu finden.

Ende 2018 wurde das Projekt abgeschlossen. Den Abschlussbericht können Sie herunterladen.

Downloads:
Wirkungsermittlung von Stadtklimaeffekten auf Biota anhand von Flechten
Vortrag von Frau Prof. Dr. Windisch
Abschlussbericht