Logo Land Hessen

Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

2. Hessischer Klimaempfang

31. Mai 2012, Schloss Biebrich 
EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard zu Gast in Wiesbaden

Das Fachzentrum Klimawandel Hessen hat am 31.5.2012 zum zweiten Mal den hessischen Klimaempfang ausgerichtet. Etwa 500 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft folgten der Einladung des hessischen Umweltministeriums und des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie ins Schloss Biebrich. Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, Landräte und eine Landrätin, Botschafter, Führungskräfte aus hessischen und nationalen wie internationalen Unternehmen sowie Vertreter und Vertreterinnen diverser gesellschaftlicher Gruppen machten sich ein Bild von der hessischen Position im Klimaschutz und begrüßten die EU-Klimakommissarin.

hr-Moderator Thomas Ranft (bekannt aus Sendungen wie "Alle Wetter" und "Alles Wissen") führte kompetent und unterhaltsam durch das Programm, welches mit einem Grußwort des hessischen Europaministers Jörg-Uwe Hahn begann. Der Staatsminister begrüßte die Gäste im Auftrag von Ministerpräsident Volker Bouffier. Anschließend stellte die hessischen Umweltministerin Lucia Puttrich das neue hessische Energiezukunftsgesetz vor, das im Mai in den Landtag eingebracht wurde. Sie unterstrich damit die ambitionierten Pläne der hessischen Landesregierung, bis zum Jahr 2050 möglichst 100 % der Treibhausgasemissionen in Hessen einzusparen. Hessen hat damit die am weitesten gehende Zusage zur CO2-Emissionsminderung aller deutschen Bundesländer gemacht . 

Die Hauptrednerin des Abends, EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard, lobte die hessischen Initiativen und hob die Bedeutung der deutschen Energiewende für Europa und auch darüber hinaus hervor, denn sie beweist, dass sich Ökonomie und Klimaschutz nicht widersprechen müssten. Sie betonte, dass die EU zwar gemeinsame Rahmenbedingungen und Forderungen für alle Mitgliedstaaten festlegen könne, die Umsetzung der Klimaschutzziele in weiten Teilen jedoch nur vor Ort, auf der nationalen, regionalen und lokalen Ebene erfolgen kann. Ein besonderes Augenmerk legte sie auf die regionale Wertschöpfung und die positiven Arbeitsmarkteffekte, die der Umstieg auf erneuerbare Energieträger und die Effizienzsteigerung lokal mit sich bringen kann. Sie forderte uns auf, weiterhin Vorreiter im Klimaschutz zu sein und in unseren Anstrengungen nicht nachzulassen.

Abgerundet wurde der Abend durch ein Buffet mit saisonalen und regionalen Köstlichkeiten, welches die Gäste dazu nutzten, in Kontakt zu kommen und sich über ihre jeweiligen Erfahrungen auszutauschen.