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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Erstellung der Jahresberichte nach hessischer Abwassereigenkontrollverordnung (EKVO)

Die regelmäßige Überwachung von Abwasseranlagen hinsichtlich des ordnungsgemäßen Betriebes und der Einhaltung der Anforderungen hat der Unternehmer der Abwasseranlage (entsprechend § 61 WHG in Verbindung mit § 40 HWG und der EKVO) eigenverantwortlich sicherzustellen. Die Ergebnisse sind in jährlichen Eigenkontrollberichten zu dokumentieren und den zuständigen Wasserbehörden bis zum 31.März des Folgejahres vorzulegen.

Im Eigenkontrollbericht müssen, soweit im Erlaubnisbescheid oder Genehmigungsbescheid nichts anderes bestimmt ist, die in den Anhängen 1 bis 5 der EKVO jeweils geforderten Angaben enthalten sein. Der Bericht besteht in der Regel aus der Wiedergabe der Daten und Messwerte der Eigenkontrolle und aus einem Erläuterungsbericht.

Für die Darstellung und die Vorlage der Daten und Messwerte der Eigenkontrolle nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 und 2 (Anhang 1 – 4) ist das vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zur Verfügung gestellte Datenverarbeitungsprogramm „EKVO-Client“ zu verwenden.

Die Vorlage der Daten, Messwerte der Eigenkontrolle und der Erläuterungsberichte für Anlagen nach § 1 Abs. 1 Nr. 3 bis 5 (Anhang 5 EKVO) ist in Schrift- oder elektronischer Form der Wasserbehörde vorzulegen.

  • Anhang 1 - Eigenkontrolle von Abwasserkanälen und –leitungen
  • Anhang 2 - Eigenkontrolle von Regenentlastungsanlagen, Regenrückhaltebecken und Regenklärbecken 
  • Anhang 3 - Eigenkontrolle von direkt in das Gewässer einleitenden Abwasserbehandlungsanlagen mit biologischen Reinigungsstufen (ohne Kleinkläranlagen), für deren Einleitung gemäß Anhang 1 der Abwasserverordnung Anforderungen festgelegt sind (häusliches und kommunales Abwasser) 
  • Anhang 4 - Eigenkontrolle von Kleinkläranlagen
  • Anhang 5 - Eigenkontrolle von Abwasserbehandlungsanlagen mit chemischen, physikalischen oder chemisch-physikalischen Reinigungsstufen und von indirekt einleitenden Abwasserbehandlungsanlagen mit biologischen Reinigungsstufen

Programm zur Erstellung der Jahresberichte nach EKVO (EKVO-Client)

Für die Erstellung der Jahresberichte nach § 1 Abs. 1 und 2 EKVO (für Anlagen, die nach Anhang 1, 2, 3 und 4 der EKVO berichtspflichtig sind) ist das Datenverarbeitungsprogramm „EKVO-Client“ zu verwenden.


Die im EKVO-Client erfassten Daten werden in einer Datenbank abgelegt, können als Bericht abgespeichert und per E-Mail direkt der zuständigen Behörde zugesandt werden. Programmupdates können aus dem Menü (Administration) heraus automatisch angefordert werden. Weiterhin sind sogenannte EKVO-Kenndaten im Programm hinterlegt. Hierbei handelt es sich um die „Stammdaten“ der Anlagen, wie Adressen, Betreiber, zuständige Behörde, Kleinkläranlagen-Codes etc. Es ist empfehlenswert, jedes Jahr vor der Berichtserstellung diese Kenndaten zu aktualisieren, damit eventuell erfolgte Änderungen an diesen Stammdaten auch im EKVO-Client umgesetzt werden. Änderungen bei Adressen, Zuständigkeiten, Zuordnung von Kanalnetzen und deren Teilbereichen sind der zuständigen Wasserbehörde mitzuteilen bzw. mit dieser abzustimmen. Diese Änderungen an den Kenndaten werden dann durch das HLNUG durchgeführt und als „aktuelle EKVO-Kenndaten“ auf der Homepage des HLNUG zum Download bereitgestellt.
Neben einer Import-Schnittstelle (zur Zeit in Überarbeitung) zu anderen Programmen, steht ein Import- / Exportmenü zum Austausch von Dateien zur Verfügung (z.B. zwischen Kommune / Ingenieurbüro oder Betreiber der Abwasseranlagen und Fachunternehmen).

Für eine stabile Nutzung des EKVO-Clients wird Windows 10 empfohlen. Für die Nutzung unter früheren Windows-Versionen kann keine Unterstützung gegeben werden.

Aktuell: Umstellung auf die neue EKVO-Client-Version 4.6.2!

Auf Grund der umfangreichen Softwareaktualisierung kann kein automatisches Update über die Programmversion 3.3.1 erfolgen. Die neue EKVO-Client Version 4.6.2 muss heruntergeladen (Download, siehe Schritt 2) und neu installiert werden.

Alte Berichte können in den neuen EKVO-Client nur übernommen werden, wenn diese mit der Version 3.3.1 erstellt worden sind. Berichte aus älteren EKVO-Client-Versionen sind nicht mehr kompatibel!
Vor der Installation lesen Sie bitte die Installations- und Bedienungsanleitung

Schritt 1

Vor der Installation der neuen Programmversion sind die vorhandenen Daten (z.B. bereits erstellte EKVO-Berichte) zu sichern (Menü „Administration/Datensicherung“) und in einem separaten Verzeichnis abzulegen!


Schritt 2

Danach laden Sie die Setup.exe Datei des EKVO-Clients herunter.

Starten Sie die Installation per Doppelklick auf die heruntergeladene Datei. Unter Windows 10 wird die Installation von Programmen standardmäßig nur Benutzern erlaubt, die Administrationsrechte besitzen.

Standardmäßig sollte nach der Installation auf dem Desktop ein Icon zum Starten der Anwendung (Hessen-Wappen) vorhanden sein. Das Starten der Anwendung kann in Abhängigkeit der Anzahl bereits vorhandener EKVO-Berichte längere Zeit in Anspruch nehmen.

Bitte geben Sie für den Download Ihre Kontaktdaten ein:










Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen

(Datei speichern, nicht „ausführen“!)
 

Schritt 3

ekvokenndaten_2020-03-31_09-46.zip

Diese Datei "Speichern", nicht "Öffnen" oder "Entpacken".

(Der Import dieser Kenndaten ist nur ab der Version 4.6.2 möglich!)

 

Speichern Sie von hier die aktuellen Kenndaten auf Ihrem Rechner.

Danach wählen Sie bitte im Programm „EKVO-Client“ das Menü „Administration / Kenndaten manuell importieren“ aus und folgen Sie den weiteren Schritten.

Der Datenimport kann einige Zeit dauern.

Nach erfolgreichem Import startet das Programm selbstständig neu. Dann können Sie Ihren EKVO-Bericht erstellen und die entsprechenden Daten eingeben.

Programm-CD

Zusätzlich zum Download (Schritt 2) über diese Seite, besteht die Möglichkeit Ihnen auf Anforderung, die Installationsdatei über HessenDrive (Austauschplattform des Landes Hessen) zur Verfügung zu stellen.

Sollte ein Download nicht möglich sein, können Sie die Programm-CD unentgeltlich über nachfolgende Adresse anfordern:

Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie
Dezernat W2
Rheingaustraße 186
D-65203 Wiesbaden
Telefon: 0611-6939-560 oder -793

E-Mail Kontakt 

 

Anhang 4 der EKVO regelt die Eigenkontrolle von Kleinkläranlagen und Sammelbehältern.

Für die Überwachung von Kleinkläranlagen (§ 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 EKVO) hat die Unternehmerin oder der Unternehmer der Anlage einen Vertrag mit einem Fachunternehmen, welches die erforderliche Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Unabhängigkeit bei ihrer Prüftätigkeit nachgewiesen haben, zu schließen. Dieser Nachweis gilt als erbracht, wenn der Betrieb oder die Stelle über eine Zertifizierung verfügt, die den Anforderungen (Qualifikation des Wartungspersonals, Fortbildung, technische Mindestausstattung) der „Geschäftsordnung zur Zertifizierung von Fachunternehmen für die Wartung von Kleinkläranlagen“ der Landesverbände der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) entspricht.

Die Anforderungen sind ebenfalls erfüllt, wenn der Betrieb, die Stelle oder die Unternehmerin oder der Unternehmer der Kleinkläranlage die Einhaltung der dem Zertifikat zu Grunde liegenden Anforderungen nachweist (Anhang 4 Nr. 2.3 EKVO).
Nähere Informationen erhalten Sie beim:

DWA Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland
Frauenlobplatz 2
55118 Mainz

E-Mail-Kontakt

Hier finden Sie Eine Liste der von der DWA Hessen /Rheinland-Pfalz/Saarland zertifizierten Fachunternehmen.
Eine Gesamtliste aller bundesweit durch die DWA zertifizierten Fachunternehmen finden Sie hier: www.dwa.de/rwservice/kka/index.htm