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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Fische

Fische spiegeln insbesondere die Qualität der großräumigen Gewässerstrukturen und ihre Vernetzung wider. Darüber hinaus reagieren Fische aber z.B. auch empfindlich auf thermische und stoffliche Belastungen der Gewässer.

Vor allem für die Fische ist es wichtig, Wanderhindernisse in den Fließgewässern zu beseitigen oder diese zumindest durchgängig zu gestalten. Zu diesem Thema finden Sie weitere Informationen in einer Projektarbeit von März 2017

Zudem finden Sie hier die Ergebnisse einer Literaturstudie über die Mindestanforderungen an die Laichhabitate der Leitfischarten in Hessen.

Für die Bewertung des Gewässerzustands anhand der festgestellten Fischfauna (Artenzusammensetzung, Häufigkeit und Altersstruktur) war es dafür zunächst erforderlich Referenzen für die einzelnen Gewässerabschnitte zu erstellen. Diese entsprechen dabei vollständig oder weitgehend vollständig den natürlichen Bedingungen und sind somit der Maßstab für den sehr guten Zustand.  

Die Überwachungsergebnisse zur Fischfauna aus den Jahren 2005 bis 2018 können Sie dieser tabellarischen Übersicht entnehmen.

Insgesamt wurden für die hessischen Fließgewässer 77 unterschiedliche Fischreferenzen abgeleitet. Die hohe Zahl ist darin begründet, dass die natürlichen Unterschiede in den gewässertypspezifischen, regionalen und längszonalen Verbreitungsmustern der Fischarten berücksichtigt werden müssen. Zudem wurden zur Bewertung der erheblich veränderten Gewässer 23 höchste ökologische Fischpotenziale erstellt.

Zur richtigen Zuordnung der entsprechenden Fischreferenz sind folgende Merkmale zu berücksichtigen:

  • Fließgewässertyp,
  • Fischregion,
  • Einzugsgebiet sowie
  • Bewertung des ökologischen Zustands (natürlicher Wasserkörper) oder Bewertung des ökologischen Potenzials (erheblich veränderter Wasserkörper).

Im Anhang des Bewirtschaftungsplans finden Sie die für Hessen als Bewertungsmaßstab heranzuziehenden Fischreferenzen und höchsten ökologischen Fischpotenziale.