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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Grundwasser

In Hessen wird der weit überwiegende Teil des Trinkwassers aus Grundwasser gewonnen. Zum Schutz dieser lebensnotwendigen Ressource dienen vielfältige Aktivitäten wie die Ausweisung von Wasserschutzgebieten, die Beurteilung der Grundwassermenge und die Untersuchung und Sammlung von chemisch-physikalischen Beschaffenheitsdaten des Grundwassers.

Im Rahmen des Landesgrundwasserdienstes (LGD) wird von den Umweltabteilungen der Regierungspräsidien und dem HLNUG ein Grundwassermessnetz unterhalten, das hinsichtlich der Grundwasserstände, der Quellschüttungen und der Grundwasserbeschaffenheit repräsentativ alle Gebiete abdeckt. Im Rahmen der Rohwasseruntersuchungsverordnung (RUV) kommen weitere Rohwasser-Daten hinzu. Gemeinsam werden diese in der Grundwasserdatenbank Hessen (GruWaH) erfasst und für die Öffentlichkeit über das Fachinformationssystem Grund- und Trinkwasserschutz Hessen (GruSchu) zugänglich gemacht.

Die Messwerte aus LGD und RUV werden zur Umweltüberwachung, zur Beurteilung von Grundwasserköpern im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), zur Ausweisung von sogenannten "gefährdeten Gebieten" nach §13 Düngeverordnung, für Planungen von Bauwerken, Sicherstellung der Wasserversorgung und sonstigen Eingriffen in das Grundwasser benötigt. Sie sind Grundlage für die Erstellung von Grundwasserstandskarten, die Bewertung des natürlichen Grundwasserhaushalts sowie anthropogener und klimatisch bedingter Veränderungen.

Besondere Grundwässer sind Mineral- und Heilwässer, denn Mineralwässer sind amtlich anerkannte Lebensmittel. Hierfür sind die Anforderungen in der Mineral- und Tafelwasserverordnung geregelt. Näheres dazu finden Sie hier

Die Veröffentlichungen und Berichte zum Thema Grundwasser sind so vielfältig wie tiefgreifend. Digital verfügbare Publikationen finden Sie hier