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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Trinkwassereinzugsgebieteverordnung

Die Trinkwassereinzugsgebieteverordnung (TrinkwEGV PDF) setzt den in der europäischen Trinkwasserrichtlinie 2020/2184 über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (EU-TWRL) geforderten risikobasierten Ansatz für die Einzugsgebiete von Entnahmestellen für die Trinkwassergewinnung in nationales Recht um.

AKTUELLES

Vollzugshilfe für Hessen

23.01.2026
Die LAWA Vollzugshilfe zur TrinkwEGV wurde durch die Umweltministerkonferenz bestätigt und auf der Webseite der LAWA veröffentlicht.

21.06.2025
Die Umweltministerkonferenz hat die vorgelegten Dokumente zu den Mindestanforderungen an die Gefährdungsanalyse und Risikoabschätzung, das Untersuchungsprogramm und die Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse sowie die Empfehlung der LAWA-Vollversammlung zur Anwendung dieser zur Kenntnis genommen und der Veröffentlichung auf der Webseite der LAWA sowie im WasserBLIcKs zugestimmt. Die Anlagen 3 und 4 der LAWA Vollzugshilfe, einschließlich einzelner Anpassungen an den hessischen Vollzug, wurden hier unter Regelwerk und Arbeitshilfen veröffentlicht.

06.05.2025
Als Hilfestellung zur Dokumentation des Untersuchungsprogramms stehen die Bund-Länder-Stoffliste und die Parameterliste XLSX der Grundwasserdatenbank des Landes Hessen zur Verfügung. Die Parameterliste des Landes Hessen wird kontinuierlich erweitert. 

Checkliste zur Bearbeitung der Anforderungen gemäß TrinkwEGV

26.05.2025
Die Checkliste PDF gibt einen strukturierten Überblick über alle notwendigen Aufgaben, die zur Erfüllung der Anforderungen im ersten Zyklus der Trinkwassereinzugsgebieteverordnung gehören. Sie gibt zudem Hinweise auf hilfreiche Dokumente und Werkzeuge.

Kurzanleitung zur vereinfachten Abgrenzung von Trinkwassereinzugsgebieten

26.05.2025
Eine Kurzanleitung PDF zur vereinfachten Abgrenzung von Trinkwassereinzugsgebieten wurde für Betreiberinnen und Betreiber von Trinkwassergewinnungsanlagen ohne Zugang zu GIS-Systemen erstellt. Darin wird mit Hilfe des “Geoportals Hessen” (des Hessischen Landesamtes für Bodenmanagement und Geoinformation) die Digitalisierung der Geometrie eines Einzugsgebietes gemäß Trinkwassereinzugsgebieteverordnung aufgezeigt.


Online-Informationsveranstaltung zur Umsetzung der TrinkwEGV in Hessen

Am 3. April 2025 fand eine Online-Informationsveranstaltung der hessischen kommunalen Spitzen- und Wasserverbände zur Umsetzung der TrinkwEGV in Hessen statt. Aufgrund des großen Interesses und der vielen Nachfragen, stehen die Folien der dort gezeigten Vorträge unter Weiterführende Literatur und Informationen zur Verfügung.
 


Von den Regelungen der Trinkwassereinzugsgebieteverordnung sind alle Betreiber von unter die Trinkwasserverordnung fallenden Wassergewinnungsanlagen betroffen, die das Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder einer öffentlichen Tätigkeit bereitstellen, durchschnittlich mehr als 10 Kubikmeter Wasser pro Tag entnehmen oder mehr als 50 Personen versorgen. Gewinnungsanlagen aus denen die in § 1 Absatz 2 der Trinkwasserverordnung vom 20.06.2023 (TrinkwV PDF) genannten Wasserarten entnommen werden, wie z. B. Mineralwasserbrunnen, fallen nicht unter die Trinkwassereinzugsgebieteverordnung.  Sofern ein betroffener Betreiber weniger als 10 Kubikmeter Wasser pro Tag entnimmt oder weniger als 50 Personen versorgt (Kleinanlagenbetreiber), gelten für diesen vereinfachte Anforderungen.

Für die möglichst pragmatische Umsetzung der Anforderungen, welche sich aufgrund der Trinkwassereinzugsgebieteverordnung an die betroffenen Betreiber stellen, entwickelte der DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) ein Merkblatt. Dieses bündelt bisher bestehende Regelwerke, Informationen und Normen und beinhalten ein Muster für die zu erstellende Dokumentation über die Bewertung des Trinkwassereinzugsgebietes. Seine Anwendung zur Risikobewertung des Trinkwassereinzugsgebietes wird empfohlen.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen und relevante Dokumente zum Vollzug der Trinkwassereinzugsgebieteverordnung.
Die Seite wird regelmäßig aktualisiert, weitere Informationen und Hilfestellungen werden hinterlegt.


Der risikobasierte Ansatz umfasst

  • eine Beschreibung der Einzugsgebiete von Trinkwassergewinnungsanlagen,
  • die Bestimmung von Gefährdungen im Einzugsgebiet,
  • eine Risikobewertung sowie
  • die Festlegung und Umsetzung von Risikomanagementmaßnahmen zur Beherrschung der durch die Gefährdungen verursachten Risiken

im Einzugsgebiet.

Ablauf des risikobasierten Ansatzes gemäß Trinkwassereinzugsgebieteverordnung

Mögliche Vereinfachungen im ersten Umsetzungszyklus

Um den hohen Erfüllungsaufwand sowohl für die Betreiber als auch für die Verwaltung in Grenzen zu halten, sind die Dokumentationspflichten zunächst auf ein Mindestmaß reduziert. Bei eingeschränkter Datenlage und Wissensstand kann von folgenden Vereinfachungen Gebrauch gemacht werden.

Parameterumfang

Der Parameterumfang des Untersuchungsprogramms nach den §§ 8 und 9 der TrinkwEGV orientiert sich in Hessen im ersten Umsetzungszyklus an den entsprechenden Vorgaben der hessischen Rohwasseruntersuchungsverordnung RUV (1991); gegebenenfalls ergänzt durch einzugsgebietsspezifische Parameter auf Grundlage der Gefährdungsanalyse und Risikoabschätzung gemäß § 7 TrinkwEGV. 

Bestimmung des Einzugsgebietes

Zur Abgrenzung des Einzugsgebietes der Trinkwassergewinnungsanlage können im ersten Umsetzungszyklus in der Regel die Grenzen des Wasserschutzgebietes (Zone III) übernommen werden.
 

Nützliche Unterlagen

Datenquellen für die Bestimmung und Beschreibung des Trinkwassereinzugsgebietes (§ 6) sowie die Gefährdungsanalyse und Risikoabschätzung (§ 7). Diese Liste wird fortlaufend aktualisiert.

Thema

Format

Bezugsquelle

Geometrien der Trinkwasserschutzgebiete (WSG)Shapefile
WMS
WSG-ALK als Shapefile ZIP
WSG als Web Map Service (HLNUG)
Trinkwasserschutzgebiets-GutachtenPDFBetreiber, TrinkwEGV (HLNUG) (nur im Einzelfall auf Anfrage)
Wasserrechtsanträge und darin enthaltene StellungnahmenPDFBetreiber, Regierungspräsidium
Altablagerungen, Altstandorte und schädliche BodenveränderungenWeiterleitungAltlasten-Seite (HLNUG) 
Informationen zur LandnutzungShapefileDigitales Basis-Landschaftsmodell
(HVBG - Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation)
Langjährige mittlere Grundwasserneubildung aus NiederschlagRasterdatenReferenzperiode 1991-2020 ZIP (HLNUG)
GrundwasserbeschaffenheitViewerWasserviewer (Fachinformationssystem Wasserviewer Hessen), bei Angabe der WSG-ID mit den dazugehörenden Messstellen
Hydrogeologische Übersichtskarte (HÜK250)Shapefile
WMS
 
HÜK250 als Shapefile ZIP
HÜK250 als Web Map Service
(BGR - Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe)
Geologische Übersichtskarte (GÜK250)Shapefile
WMS
GÜK250 als Shapefile ZIP
GÜK250 als Web Map Service
(BGR - Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe)
Gewässerkundliches FlächenverzeichnisShapefile
WMS
Gewässerkundliches Flächenverzeichnis als Shapefile ZIP
Gewässerkundliches Flächenverzeichnis als Web Map Service
Gewässerkundliches Flächenverzeichnis der Kleinst-Einzugsgebiete aller hessischen Gewässer, mit Bezeichnungen (HLNUG)
Abwasser-EinleitestellenViewerWasserviewer (Fachinformationssystem Wasserviewer Hessen)
Industrieanlagen (IED-Anlagen) und industrielle Kläranlagen ViewerHWRM-Viewer (Viewer zum Hochwasserrisikomanagement in Hessen)

Hessenspezifische Hilfen

Checkliste für Betreiberinnen und Betreiber von Trinkwassergewinnungsanlagen zur Erfüllung der Anforderungen nach TrinkwEGV in Hessen PDF
Kurzanleitung zur Erstellung der Abgrenzung von Trinkwassereinzugsgebieten mit dem "Geoportal Hessen" PDF
Parameterliste des Landes Hessen XLSX

Hessenspezifische Versionen der LAWA-Vollzugshilfe

LAWA Vollzugshilfe zur TrinkwEGV - Anlage 3.2: Mindestanforderungen Risikoabschätzung XLSX
LAWA Vollzugshilfe zur TrinkwEGV - Anlage 4: Mindestanforderungen zur Dokumentation des Untersuchungsprogramms der Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse XLSX
LAWA Vollzugshilfe zur TrinkwEGV - Teil II: Anforderungen an die Beschreibung der Einzugsgebiete XLSX

Weitere Themen

Bezugsquelle

LAWA Vollzugshilfe zur TrinkwEGVBund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser
LAWA Vollzugshilfe zur TrinkwEGV - Anlage 3: Erläuterungen zur Gefährdungsanalyse und RisikobewertungHLNUG PDF
LAWA Vollzugshilfe zur TrinkwEGV - Anlage 3.1: Gefährdungsanalyse und GefährdungsereignisHLNUG XLSX
Bund-Länder-StofflisteOpenGeodata.NRW

DIN EN 15975-2

Sicherheit der Trinkwasserversorgung - Leitlinien für das Risiko- und Krisenmanagement - Teil 2: Risikomanagement 

Beuth-Verlag
DVGW-Arbeitsblatt W 101 (A)
Richtlinien für Trinkwasserschutzgebiete; Teil 1: Schutzgebiete für Grundwasser
Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser​​​
DVGW-Information Wasser Nr. 105
Sicherheit in der Trinkwasserversorgung - Risikomanagement im Normalbetrieb für Einzugsgebiete von Grundwasserfassungen zur Trinkwassergewinnung
Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser​​​
DVGW-Merkblatt W 1001 (M)
Sicherheit in der Trinkwasserverordnung - Risiko- und Krisenmanagement
Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser  
DVGW-Merkblatt W 1004 (M)
Bewertung von Trinkwassereinzugsgebieten gemäß Trinkwassereinzugsgebieteverordnung
Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser

Thema

Bezugsquelle

Vortrag: Risikobewertung nach TrinkwEGV PDF – Dr. Drescher (Stadtwerke Hanau) 
Vortrag: Umsetzung der Trinkwassereinzugsgebieteverordnung in Hessen - aktueller Stand und Ausblick PDF – Dr. Bischoff (HMLU) 
Vortrag: Das neue DVGW-Merkblatt W 1004 als Arbeitshilfe für Betreiber von WassergewinnungsanlagenPDF– Dr. Petry (DVGW) 
Water-Safety-Plan-Konzept: Handbuch für kleine Wasserversoger (2014)Umweltbundesamt
Beobachtungsliste der für Wasser für den menschlichen Gebrauch bedenklichen Stoffe und Verbindungen gemäß der Richtlinie (EU) nach Artikel 13 Absatz 8 der Richtlinie (EU) 2020/2184Amtsblatt der EU
Akkreditierte Trinkwasseruntersuchungsstellen
Hessische Landesliste der nach § 40 Absatz 2 TrinkwV zugelassenen Untersuchungsstellen
Hessisches Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP) PDF

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gemäß § 12 Trinkwasserereinzugsgebieteverordnung hat der Betreiber bis zum 12. November 2025 eine Dokumentation über die Bewertung des Trinkwassereinzugsgebiets zu erstellen und der zuständigen Behörde elektronisch zu übermitteln. 

Muster für die Dokumentation und das Datenformat für die Übermittlung der Dokumentation wurden in Bundes- und Landesarbeitsgruppen erarbeitet und stehen im Abschnitt Regelwerk und Arbeitshilfen auf dieser Website zum Download zur Verfügung. Es wird dringend empfohlen, die zur Verfügung gestellten Hilfestellungen zu beachten und die Tabellen zur Dokumentation zu nutzen, um den erforderlichen Abstimmungsbedarf zu minimieren.

Die Checkliste zur Bearbeitung der Anforderungen gemäß TrinkwEGV PDF gibt einen strukturierten Überblick über alle notwendigen Aufgaben für die Betreiberinnen und Betreibern für den ersten Zyklus. Sie gibt zudem Hinweise auf hilfreiche Dokumente und Werkzeuge.

Falls Grundwasser-/Vorfeldmessstellen (GWM) im Einzugsgebiet vorhanden sind, sollten diese für den risikobasierten Ansatz der TrinkwEGV genutzt werden. Die Grundwasseruntersuchungen in GWM können vor nachteiligen Veränderungen der Grundwasserbeschaffenheit warnen, bevor diese in den Gewinnungsanlagen ankommen und die Trinkwasserversorgung gefährden.

Betreiber von Kleinanlagen haben lediglich folgende Inhalte der Verordnung umzusetzen: Sie haben ihr Trinkwassereinzugsgebiet auf Stoffe und Verbindungen zu untersuchen, die in der jeweils geltenden Fassung der Beobachtungsliste nach Artikel 13 Absatz 8 der Trinkwasser-Richtlinie (EU-TWRL) aufgeführt sind, sofern das Vorkommen dieser Stoffe und Verbindungen im betroffenen Trinkwassereinzugsgebiet wahrscheinlich ist. Hierfür hat der Betreiber sodann ein Untersuchungsprogramm festzulegen (Angaben zur zu untersuchenden Matrix, Untersuchungsintervalle für die jeweiligen Parameter, Ort(e) für die Probenahme). In diesen Fällen gilt des Weiteren § 17. Die zuständige Behörde überprüft in regelmäßigen Abständen von höchstens sechs Jahren, erstmals zum 12. Mai 2027, das Untersuchungsprogramm und passt dieses im erforderlichen Umfang nach Anhörung des Betreibers an.

Vorhandene Gutachten, Daten oder sonstige Dokumente können und sollen als Datenquelle genutzt werden. Meist genügt eine zusammenfassende Übermittlung wesentlicher Inhalte über die Eintragung in die vorgesehenen Felder der entsprechenden Datenblätter (im Excel-Dokument). Lediglich ein Verweis auf die entsprechenden Datenquellen ist in der Regel nicht ausreichend.

Nutzen Sie in diesem Fall bitte die LAWA-Hilfestellung - Teil I: Abgrenzung von Trinkwassereinzugsgebieten für die Bewertung nach TrinkwEGV für den 1. Zyklus (zu finden unter: https://www.lawa.de/Publikationen-363-Grundwasser.html).

Ansprechpartner

Regierungspräsidium

Landkreise

Regierungspräsidium Darmstadt
Abteilung Umwelt Darmstadt
E-Mail: Grundwasser (Da 41.1)
Wilhelminenstraße 1-3, 64278 Darmstadt

Lkr. Groß-Gerau
Lkr. Darmstadt-Dieburg
Lkr. Bergstraße
Odenwaldkreis
Lkr. Offenbach
Stadt Darmstadt

Regierungspräsidium Darmstadt
Abteilung Umwelt Frankfurt
E-Mail: Grundwasser (F 41.1)
Gutleutstraße 114, 60327 Frankfurt/Main

Wetteraukreis
Stadt Frankfurt 
Main-Kinzig-Kreis
Stadt Offenbach 

Regierungspräsidium Darmstadt
Abteilung Umwelt Wiesbaden
E-Mail: Grundwasser, Bodenschutz (Wi 41.1)
Kreuzberger Ring 17a+b, 65205 Wiesbaden 

Hochtaunuskreis
Rheingau-Taunus-Kreis
Main-Taunus-Kreis
Stadt Wiesbaden

Regierungspräsidium Gießen
Abteilung Umwelt Gießen
E-Mail: Grundwasserschutz, Wasserversorgung (41.1)
Marburger Straße 91, 35396 Gießen 

Lkr. Gießen
Lkr. Marburg-Biedenkopf
Lkr. Limburg-Weilburg
Vogelsbergkreis
Lahn-Dill-Kreis

Regierungspräsidium Kassel
Abteilung Umwelt und Arbeitsschutz Kassel
E-Mail: Grundwasserschutz, Wasserversorgung (31.1)
Am Alten Stadtschloss 1, 34117 Kassel

Stadt Kassel, Lkr. Kassel 
Lkr. Waldeck-Frankenberg
Schwalm-Eder-Kreis

Regierungspräsidium Kassel
Abteilung Umwelt und Arbeitsschutz, Standort Bad Hersfeld
E-Mail: Grundwasserschutz, Wasserversorgung (31.2)
Hubertusweg 19, 36251 Bad Hersfeld

Lkr. Fulda
Lkr. Hersfeld-Rotenburg
Werra-Meißner-Kreis