Weltwassertag
Der von der UNESCO ins Leben gerufene Weltwassertag wird seit 1993 jährlich begangen und macht auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage aufmerksam.
Im Rahmen des Weltwassertages veranstaltet das HLNUG zusammen mit dem LfU Rheinland-Pfalz alljährlich am 22. März an der Rheinwasser-Untersuchungsstation in Mainz einen Tag der offenen Tür. Besucher können sich dort die Station von Innen angucken und sich informieren.

Rheinwasser-Untersuchungsstation
Hier finden Sie Eindrücke vergangener Weltwassertage:
Weltwassertag 2025
Motto: “Glacier Preservation” - Erhalt der Gletscher
Der Weltwassertag 2025 machte sich den Erhalt und Schutz unserer Gletscher zum Motto. Gletscher sind wichtige Süßwasserquellen und speisen mit Schmelzwasser etliche Flüsse, wie den Rhein, dessen Ursprung im Gotthardmassiv der Schweizer Alpen liegt.
Die Auswertung der Wetterdaten zeigt über die letzten Jahrzehnte einen Anstieg der Lufttemperatur. So war das Jahr 2024 ein neues Rekordjahr. Deutschlandweit lag die Jahresmitteltemperatur bei 10,9 °C und somit 1,6 °C über dem Mittel der Klimareferenzperiode 1991-2020 (Deutscher Wetterdienst 2024). Gletscher verlieren an Masse durch Abschmelzung und Schneeverwehungen bzw. fehlenden Schnee und weniger Niederschlag. Dies führt längerfristig zu Änderungen der Wasserführung der Flüsse aus den Gebirgsregionen.
Folgen des Gletscherschwunds für Wasserhaushalt und Umwelt
Ein zusätzlicher Druck auf Wasser- und Landressourcen durch das häufigere Auftreten von Dürren, Hochwasser und Überschwemmung ist die Folge. Es kommt zu negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Wasserkraftsektor. Insbesondere die Binnenschifffahrt auf dem Rhein steht vor den Herausforderungen von Niedrig- und Hochwasserperioden.
Auch die physikalische und chemische Beschaffenheit der Fließgewässer wird durch hydrologische und meteorologische Gegebenheiten beeinflusst. Niedrigwasser, insbesondere in den Sommermonaten, führt zu kritischen hohen Wassertemperaturen und niedrigen Sauerstoffwerten. Die Entnahme von Kühlwasser und die Einleitung thermisch veränderter Wassermengen verschärfen die Niedrigwassersituation. Eine weitere Folge sind erhöhte Schadstoffkonzentrationen durch die fehlende Verdünnung. In den Jahren 2010 bis 2019 wurde am Mittelrheinpegel Kaub an Einzeltagen (meist 2018) ein Abflussanteil von bis zu 18% Gletscherschmelzwasser ermittelt (bfg 2021). Modellsimulationen zeigen, dass die Abflusskomponente, die aus der Gletscherschmelze stammt, am jährlichen Niedrigwasser in den Monaten April-Oktober des Referenzzeitraums 1981-2010 einen Anteil von ca. 30m³/s hatte und noch eine bedeutend stützende Rolle spielt. Dabei variieren die Abflusskomponenten von Jahr zu Jahr. In der fernen Zukunft 2071-2100 ist der Gletscherschmelzwasseranteil nicht mehr vorhanden, um sommerliche Niedrigwasser aufzuhöhen (CHR/KHR 2022) .
Bei Hochwasser und Starkregenereignissen können durch die gebietsweise Überschwemmung von Straßen und Landflächen z. B. Pestizide, Schwermetalle und weitere Chemikalien in die Gewässer gelangen. Einige Schadstoffe können bereits in geringen Konzentrationen die Umwelt und die menschliche Gesundheit gefährden.
Weltwassertag 2024
Motto: leveraging water for peace – Wasser für den Frieden nutzen
Der Weltwassertag 2024 stand unter dem Motto „leveraging water for peace“ - Wasser für den Frieden nutzen.
Die gemeinsame und faire Nutzung der Ressource Wasser sollte selbstverständlich sein und dennoch ist der Zugang zu sauberem Wasser nicht jedem gewährt. Der hohe Verbrauch durch Landwirtschaft, Produktion und Industrie, zum Heizen und Kühlen sowie der Klimawandel stellen die friedliche und gemeinsame Nutzung der Ressource Wasser vor große Herausforderungen. Der Wasservorrat steht zunehmend unter Druck, Quantität und Qualität sind gefährdet. Umso wichtiger ist es, Gewässer zu überwachen und länderübergreifend zusammenzuarbeiten, um die wichtige Ressource zu schonen und von der Quelle bis zur Mündung gleiche Bedingungen für alle zu schaffen.
Entlang des Rheins existieren hierzu mehrere Gewässergüte-Messstationen, welche über Warn- und Alarmpläne eng miteinander vernetzt sind und eine gemeinsame länderübergreifende Zusammenarbeit zum Gewässerschutz voraussetzen.

Informationsmaterial

Grundwassermodell
Weltwassertag 2023
Motto: accelerating change – den Wandel vorantreiben
Mit Bezug zu den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, insbesondere dem 6. Nachhaltigkeitsziel (SDG Sustainable Development Goal, Agenda 2030) „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle“, fand der Weltwassertag 2023 unter dem übergeordneten Thema Sauberes Wasser für alle statt.
Am Standort der Rheinwasser Untersuchungsstation Mainz-Wiesbaden informierten die Landesämter über die wichtige Ressource Wasser und stellten vor, in welch vielfältiger Weise wir Wasser mit Bezug zu Fließgewässern nutzen, welche Folgen sich hieraus ergeben und wie wir mit Maßnahmen und neuer Technologie, wie dem Ausbau der Kläranlagen mit einer 4. Reinigungsstufe, nachteiligen Folgen für Fließgewässer und Umwelt entgegenwirken. Über Poster wurden aktuelle Themen im Gewässerschutz vorgestellt und eine Führung durch die Rheinwasser Untersuchungsstation gab Einblick in die kontinuierliche Fließgewässerüberwachung des Rheins.
Hier finden Sie eine Auswahl an Postern, die an der Station ausgestellt waren.
Gewässergütekarte 2021
Gewässergüte – Messstationen
Internationaler Warn- und Alarmplan Rhein
Spurenstoffe in Fließgewässern
Mehr Informationen zur Rheinwasser-Untersuchungsstation Mainz-Wiesbaden finden Sie in diesem Film.
Weltwassertag 2022
Motto: Grundwasser – Der unsichtbare Schatz
Mit großem Erfolg wurden in Kooperation von Hessen und Rheinland-Pfalz an den Standorten Mainz und Wiesbaden der Weltwassertag begangen. Diverse Schulklassen und die Öffentlichkeit haben sich über unser Grund- und Oberflächenwasser informiert.
hr-iNFO-Interview
Am 22. März 2022 führte Andrea Bonhagen vom Hessischen Rundfunk Interviews mit Prof. Dr. Thomas Schmid (Präsident des HLNUG), Besuchern und Druchführenden des Weltwassertages. hr-iNFO
Eindrücke vom Weltwassertag 2022
Weltwassertag 2021
Motto: Wert des Wassers
Bedingt durch die Corona-Pandemie fand kein Tag der offenen Tür der Rheinwasser-Untersuchungsstation in Mainz statt. Die Landesbehörden informierten in diesem Jahr vor der Untersuchungsstation unmittelbar neben der Theodor-Heuss-Brücke auf Postern über den Zustand unserer Gewässer.
hr-iNFO-Interview
Am 22. März 2021 führte Moderator Roman Janik vom Hessischen Rundfunk ein Interview mit Dr. Dieter Kämmerer (Dezernatsleiter für Grundwasser und Hydrogeologie). hr-iNFO
Quiz zum Weltwassertag 2021
Aktionen der letzten Weltwassertage
Zu vergangenen Weltwassertagen finden Sie hier Informationen, Bilder und Unterlagen.
Hinweis: Die Veranstaltungen am Weltwassertag vom HLNUG und vom LfU Rheinland-Pfalz an der Rheinwasser-Untersuchungsstation in Mainz fanden meist unter dem Namen "Tag des Wassers" statt.
Materialien
Arbeitsheft (Besuch einer HLUG-Messstation, 2012)
Poster
Arzneimittel in hessischen Fließgewässern (2016)
Eutrophierung in hessischen Gewässern (2016)
Landesweite Messstellen in Hessen (2016)
Mikroplastik, der "neue" Parameter (2016)
Pflanzenschutzmittel in hessischen Fließgewässern (2016)
Probenahmen (2016)
Untersuchte Parameter und Stoffe (2016)
Flyer

Logo 2019

Logo 2013
Mottos der Weltwassertage
2020: Wasser und Klimawandel
2019: Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle
2018: Wasser natürlich bewirtschaften
2017: Abwasser – die ungenutzte Ressource
2016: Wasser und Arbeitsplätze
2015: Wasser und nachhaltige Entwicklung
2014: Wasser und Energie
2013: Wasser und Zusammenarbeit
2012: Nahrungssicherheit und Wasser
2011: Wasser für urbane Räume















