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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Weltwassertag

Was ist der Weltwassertag?

Der Weltwassertag ist ein Ergebnis der Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro. Er wird seit 1993 jährlich aufgrund einer Resolution der UN-Generalversammlung vom 22. Dezember 1992 begangen. Der von der UNESCO ins Leben gerufene Weltwassertag macht auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage aufmerksam. Der Weltwassertag lädt dazu ein, sich mit dem Thema Wasser intensiv auseinander zu setzen und ein höheres Wasserbewusstsein zu schaffen. Das Konsumverhalten des Menschen, sowie die Auswirkungen des Klimawandels belasten die Gewässer in vielfältiger Weise. Der Mensch muss lernen, weitsichtig und verantwortungsvoll mit den Wasserressourcen umzugehen. Hierzu gilt es Wasserressourcen zu erhalten und zu schützen.

Der Schutz oberirdischer Gewässer und des Grundwassers zählt zu den bedeutendsten Aufgaben der Umweltpolitik. Wasser ist unumstritten eine sehr wichtige Ressource und Lebensgrundlage für alle Lebewesen auf der Erde. Der Weltwassertag, jährlich am 22. März, weist auf die Bedeutung des Wassers für die Menschheit hin. Er steht in jedem Jahr unter einem anderen Motto. Die jährlich wechselnden Schwerpunktthemen werden durch die Vereinten Nationen festgelegt.

Wasser kennt keine Grenzen, die länderübergreifende Zusammenarbeit ist daher von zentraler Bedeutung. Auch der Rhein und die Gewässer in seinem Einzugsgebiet überschreiten nationale und internationale Grenzen. Staaten und beteiligte Bundesländer arbeiten deshalb im Sinne des Gewässerschutzes intensiv zusammen. So wird zum Beispiel die Rheinwasser-Untersuchungsstation Mainz-Wiesbaden in Mainz von Rheinland-Pfalz und Hessen gemeinsam betrieben.

Wasser ist eine der Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen. Wasser dient als Lebensraum und ist wichtiges Lebensmittel.  Wir nutzen unsere Fließgewässer in vielfältiger Hinsicht, zum Beispiel als wichtige Trinkwasserquelle, als Schifffahrtsstraße, zur Stromgewinnung sowie zur Be- und Entwässerung von Nutzflächen. Gerade im Hinblick auf den Klimawandel müssen wir verantwortungsvoll mit unseren Wasserressourcen umgehen und unsere Gewässer schützen.

UN-Wasserdekade

Wussten Sie, dass es neben dem Weltwassertag auch eine Wasserdekade gibt?
Sie wurde im Dezember 2016 von den Vereinten Nationen beschlossen, läuft seit dem 22. März 2018 und geht noch bis März 2028!

In zehn Jahren kann sich viel ändern

"Die Vereinten Nationen haben sich verpflichtet, ein Jahrzehnt lang den Fokus auf das Thema Wasser zu legen. Das sind zehn Jahre, um die nachhaltige Entwicklung voranzubringen. Zehn Jahre, um den bestehenden Programmen und Projekten neuen Schwung zu verleihen." wateractiondecade.org (englisch)

Und mehr zu den Aktionen in Deutschland finden Sie auf der Seite des Bundesumweltministeriums unter BMU.

TIPPS ZUM SCHUTZ VON WASSER

Als Mikroplastik werden feste und lösliche synthetische Polymere (Kunststoffe) bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind. Sie entstehen durch den Zerfall größerer Plastikgegenstände oder werden speziell in dieser Größe zur Anwendung in der Industrie (z. B. Kosmetik) gefertigt.

Mikroplastik belastet unsere Meere, Flüsse und Seen. Die Kunststoffe treiben im Wasser, lagern sich auf dem Grund ab oder werden durch Organismen aufgenommen und gelangen somit in unsere Nahrungskette.


Was kann ich tun?

  • beim Kauf auf Kosmetik ohne Mikroplastik achten
  • Kleidung ohne Kunststoffe tragen
  • und ganz allgemein Plastikmüll vermeiden


Weitere Informationen:

Mikroplastik in Fließgewässern

In trockenen Sommermonaten mit wenig Niederschlag kann es passieren, dass es zu Einschränkungen bei der Entnahme von Wasser aus Brunnen und Fließgewässern kommt. Die Bewässerung von z. B. Pflanzen im Garten oder zu Hause ist somit gefährdet.


Was kann ich tun?

  • Auffangbehälter für Regenwasser installieren
  • Garten mit Regenwasser bewässern
  • Regenwasser leistet auch als Spülwasser für die Toilette gute Dienste


Weitere Informationen:

Aktuelle Wasserständen der Fließgewässern in Hessen

Aktuelle Grundwassersituation in Hessen

Aktuelle Niederschlagsdaten

Sonnenschutzmittel mit chemischen Lichtschutzfiltern können negative Folgen auf die in Gewässern befindlichen Organismen (wie z. B. Algen) haben. Substanzen, dessen negative Wirkungen belegt wurden, werden zum Teil verboten. Die Zahl der synthetischen Lichtschutzfilter steigt jedoch stetig und einige Stoffe stehen im Verdacht schädlich auf Organismen zu wirken.


Was kann ich tun?

  • biologisch abbaubare Sonnenschutzmittel verwenden
  • nach dem Eincremen mindestens eine halbe Stunde warten, bevor man ins Wasser geht
  • lange UV-Shirts und -Hosen tragen und so ganz auf Sonnenschutzmittel verzichten


Weitere Informationen:

Badeseen in Hessen

Untersuchungen von Seen und Badegewässern

Die unsachgemäße Entsorgung von Medikamenten, Essensresten, Ölen, Fetten und Hygieneartikel (z. B. Feuchttücher oder Tampons) in der Toilette macht es den Abwasserbehandlungsanlagen immer schwerer alle Verunreinigungen zu entfernen. Rückstände von Arzneimitteln können meist nicht komplett entfernt werden und gelangen somit in die Fließgewässer, in den Boden und damit auch ins Grundwasser.


Was kann ich tun?

  • abgelaufene Medikamente und Hygieneartikel gehören in den Hausmüll
  • Essensreste gehören in die Biotonne oder auf den Kompost
  • gebrauchte Speiseöle und Fette werden über den Restmüll entsorgt
  • gebrauchtes Motoröl kann an der Verkaufsstelle oder bei den kommunalen Entsorgungsbetrieben abgegeben werden


Weitere Informationen:

Arzneimittel in Fließgewässern

Arzneimittel im Grundwasser

Kommunales Abwasser in Hessen

Die Versiegelung von Flächen vermindert die natürliche Grundwasserneubildung, da das Wasser, welches in Form von Niederschlag auf den Boden auftritt, nicht an Ort und Stelle in den Boden versickern kann. Es wird meist in die Kanalisation eingeleitet und kann bei kräftigen Niederschlägen zu einer Überlastung der Kanalisation führen und zu Überschwemmung von Straßen und Flächen beitragen.


Was kann ich tun?

  • wasserdurchlässige Beläge einer vollständigen Versiegelung vorziehen
  • versiegelte Flächen, wie z.B. Parkplätze oder Einfahrten, wieder entsiegeln (manche Kommunen fördern Entsiegelungen durch finanzielle Zuschüsse)


Weitere Informationen:

Hochwasser (Enstehung, Schutz, Vorhersage)

Abfluss- und Wasserstandsvorhersage

Vorsorgender Bodenschutz

Pflanzenschutzmittel haben eine ökotoxikologische Wirkung auf Pflanzen und Organismen, weshalb ihr Einsatz in der Umwelt gut überlegt sein muss. Sie sollten daher immer im Fachhandel gekauft werden, da hier ausführlich über die verschiedenen Pflanzenschutzmittel beraten wird und auch alternative Mittel zu Chemikalien vorgestellt werden.


Was kann ich tun?

  • auf die richtige Dosierung achten
  • nur tatsächlich befallenen Flächen behandeln
  • auf die richtige Witterung achten: trocken und nicht zu heiß (> 25°C)
  • Pflanzenschutzmittel nur auf Gehölzen, Beeten und Rasenflächen verwenden (auf anderen Flächen wie z. B. Garagenzufahren oder Wegen ist die Verwendung nicht gestattet)


Weitere Informationen:

Pflanzenschutzmittel in Fließgewässern

Pflanzenschutzmittelrückstände im Grundwasser