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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Datenerhebung

Neben der einmaligen Beprobung einer Profilgrube werden auf den hessischen BDF regelmäßig horizontspezifische Wiederholungsproben in Form von Flächenmischproben bis mindestens 30 cm Bodentiefe - inklusive organischer Auflagen - entnommen. Während der Untersuchungsturnus zunächst 5 Jahre betrug, ist er inzwischen auf den meisten Flächen auf 10 Jahre verlängert worden. Eine Ausnahme bilden Sonderstandorte wie Auenbereiche oder Weinbergsböden sowie die Intensiv-BDF am Flughafen Frankfurt. Hier finden die Beprobungen weiterhin mindestens alle 5 Jahre bzw. nach Bedarf statt.

An den Flächenmischproben werden folgende Parameter bestimmt:

  • Standardparameter
    pH-Wert, organischer Kohlenstoff, Gesamtkohlenstoff, Gesamtstickstoff, Calciumcarbonat, Trockenrohdichte, Kationenaustauschkapazität, H-Wert, Basensättigung
  • Anorganische Stoffe
    (Gesamtgehalte im Königswasseraufschluss, seit 2000 teilweise auch pflanzenverfügbare Anteile im Ammoniumnitratextrakt sowie nachlieferbare Gehalte im EDTA-Extrakt)
    Aluminium (Al), Antimon (Sb), Arsen (As), Blei (Pb), Calcium (Ca), Cadmium (Cd), Chrom (Cr), Cobalt (Co), Eisen (Fe), Kalium (K), Kupfer (Cu), Magnesium (Mg), Mangan (Mn), Molybdän (Mo), Nickel (Ni), Phosphor (P), Quecksilber (Hg), Schwefel (S), Selen (Se), Thallium (Tl), Uran (U), Vanadium (V), Zink (Zn)
  • Organische Stoffe
    Polychlorierte Dibenzodioxine und -furane (PCDD/F), Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Polychlorierte Biphenyle (PCB), Dioxinähnliche Polychlorierte Biphenyle (dl-PCB) (seit 2009), Chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW), insbesondere Pestizide
  • Radionuklide
    Cäsium 137 (137Cs), Cäsium 134 (134Cs), Kalium 40 (40K), seit 1999 Thorium 232 (232Th) und Uran 238 (238U)

  
Zusätzlich zu den o.g. Parametern wurden bei Flächeneinrichtung im Rahmen der Grundinventur oxalat- und dithionitlösliches Aluminium (Al), Eisen (Fe) und Mangan (Mn) sowie eine Korngrößenanalyse durchgeführt. Falls es die Standortverhältnisse zuließen, wurden an der Profilgrube auch bodenphysikalische Parameter (Porengrößenverteilung, Wasserdurchlässigkeit) ermittelt.