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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Intensiv-Messstelle Frankfurt Flughafen

Bei der hessischen Intensiv-Bodendauerbeobachtungsfläche handelt es sich um einen Waldstandort in der Nähe der Startbahn West des Frankfurter Flughafens.

Zusätzlich zu der Bodenbeprobungsfläche werden mit Hilfe von Stofffluss-Messflächen kontinuierlich Stoffeinträge aus der Atmosphäre und Stoffausträge mit dem Sickerwasser gemessen. Die Einrichtung besteht aus drei Messflächen, die seit 2004 durch die Landesanstalt für Umwelt, Baden-Württemberg betreut und beprobt werden:

Freiland-Messfläche mit Depositionssammlern nahe der Startbahn West

Bestands-Messfläche 1 mit Depositionssammlern zwischen Freiland und Messhütte

Bestands-Messfläche 2 mit Depositions- und Streusammlern sowie Sickerwassermessfeld neben der Messhütte

Zur Erfassung der Stoffeinträge umweltrelevanter Substanzen kommen unterschiedliche Sammlertypen zum Einsatz:

PE2-Sammler
Für Hauptkat- und -anionen (Na, K, Ca, Mg, Cl, SO4, NO3-N, NH4-N)

Bergerhoff-Sammler
Für anorganische Spurenstoffe (Pb, Cd, Ni, As, V, Cr, Co, Cu, Zn, Mn, Al, Fe)

Trichter-Absorber-Sammler
Für organische Spurenstoffe (PAK)

Streusammler
Zur Erfassung des Laubfalls (Analyse auf Hauptkat- und anionen und Spurenstoffe)

Zur Erfassung der Stoffausträge wird ein unterirdisches Messfeld mit Saugsonden (Plattenlysimetern und Saugkerzen), FDR-Sonden und Tensiometern betrieben. Die in unterschiedlichen Tiefen angesaugten Wasserproben werden in der Messhütte gesammelt und zur 4-wöchigen Untersuchung bereitgehalten.