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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Feuersalamander

Das Feuersalamander-Meldenetz als weiterer Baustein zur Hessischen Biodiversitätsstrategie

Das Projekt ist eine Kooperation des HLNUG, der Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz in Hessen e. V. (AGAR) und der Justus-Liebig-Universität Gießen. Gemeinsam wollen wir mit dem Feuersalamander-Meldenetz ein weiteres Citizen-Science-Projekt in Hessen etablieren.

Citizen Science bedeutet übersetzt “Bürgerwissenschaft“ und bezeichnet eine Form der Wissenschaft, bei der sich interessierte Bürgerinnen und Bürger an wissenschaftlichen Projekten beteiligen können. Ziel dieser Projekte ist durch Mithilfe von Vielen eine große Datengrundlage zu erhalten, die dazu dient, neue Erkenntnisse auf dem jeweiligen Gebiet der Forschung zu gewinnen.

Was hat das jetzt mit dem Salamander zu tun?


Auch der Naturschutz ist auf aktuelle Erkenntnisse angewiesen, um neue Lösungsansätze zu schaffen oder bestehende Projekte zu verbessern. Mit dem „Feuersalamander-Meldenetz“ haben wir die Möglichkeit, mehr über die Verbreitung des Salamanders zu erfahren und eine detaillierte und aktuelle Verbreitungskarte für ganz Hessen zu erstellen. Denn nur was wir kennen, können wir auch schützen!

Jetzt sind Sie gefragt! Sie haben einen Feuersalamander gesehen? Teilen Sie Ihre Sichtung mit uns! Bequem über unser Meldeportal, per App oder klassisch per Formular.  

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Hautpilz bedroht auch hessische Salamander

Der auch „Salamanderfresser“ genannt Hautpilz Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal) kommt ursprünglich nur in Asien vor, für die dortigen Schwanzlurche (Cynops ssp.) ist eine Infektion nicht tödlich. Nach Europa gelangte der Pilz vermutlich durch den Import von infizierten Tieren aus Thailand, Vietnam und Japan für den Zoofachhandel.

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Wissenschaftler der JLU Gießen im Kampf gegen tödlichen Hautpilz

"Lurchi" droht Gefahr. Ein tödlicher Hautpilz, der vermutlich mit importierten Amphibien aus Asien nach Westeuropa eingeschleppt wurde, hat in den vergangenen Jahren fast den gesamten Bestand von Feuersalamandern in den Niederlanden und Belgien vernichtet. Auch im Stadtpark von Essen wurde bereits ein Massensterben registriert. Um zu untersuchen, ob auch hessische Feuersalamander von der Gefahr betroffen sind, fördert das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) mit Mitteln aus dem Biodiversitätsfonds ein Artenschutz-Forschungsprojekt an der Justus-Liebig-Universität (JLU). Der Zuwendungsbescheid in Höhe von 75 000 Euro wurde der JLU nun übergeben. Das Projekt läuft drei Jahre.

Ihre schönsten Feuersalamander-Bilder