Über das Lore-Steubing-Institut
Das Lore-Steubing-Institut (LSI) für Naturschutz und Biodiversität in Hessen ist ein Institutionen-übergreifendes Forschungsinstitut und hat seinen Sitz in Gießen. Das LSI versteht sich als hessisches Kompetenzzentrum und Bindeglied zwischen Wissenschaft und Akteuren der Naturschutzpraxis, wie Naturschutzbehörden, nicht-behördlichen Organisationen und Vereinen oder im Bereich des Natur- und Biodiversitätsschutz tätigen Unternehmen und engagierten Privatpersonen. Das Institut wurde nach Lore Steubing benannt, die als eine Wegbereiterin der deutschen Ökologie bezeichnet werden kann (Mehr zu Lore Steubing).
Durch eine organisatorische und personelle Zusammenarbeit und Verzahnung möchten die Partner des LSI neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu den verschiedenen Elementen der Biodiversität und des Naturschutzes in Hessen gewinnen, den gegenseitigen Austausch zwischen Wissenschaft und Naturschutzpraxis fördern, nachhaltig stärken und das Wissen von Praktikerinnen und Praktikern bzw. Experteninnen und Experten bündeln, um damit den praktischen Natur- und Artenschutz in Hessen erfolgreicher zu gestalten. Dafür kooperieren Wissenschaft und Praxis in angewandten Forschungsprojekten im Bereich „Naturschutz und Biodiversität in Hessen“ eng miteinander, führen gemeinsame Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen durch und bereiten auch gemeinsam Informationen zu Themen des Naturschutzes und der Biodiversität auf, die sie der Öffentlichkeit bereitstellen (Mehr zu den Themenfeldern des LSI).
Das LSI besteht aus acht institutionellen und zahlreichen wissenschaftlichen Partnern (Mehr zu Partnern des LSI).
Themenfelder
Das LSI hat das Ziel, den gegenseitigen Austausch zwischen Wissenschaft und Naturschutzpraxis zu fördern und das Wissen von Praktikerinnen und Praktikern bzw. Experteninnen und Experten zu bündeln, um damit den Natur- und Artenschutz in Hessen erfolgreicher zu gestalten.
Dafür führen die Partner des LSI angewandte Forschungsprojekte im Bereich „Naturschutz und Biodiversität in Hessen“ durch, bei denen Wissenschaft und Praxis eng miteinander kooperieren und voneinander profitieren. Zudem führen die Partner des LSI gemeinsame Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen durch, bereiten Informationen zu Themen des Naturschutzes und der Biodiversität für die breite Öffentlichkeit auf und stellen diese zur Verfügung.
Sowohl für die Naturschutzpraxis als auch für die Wissenschaft relevante Themenfelder, in denen das LSI das oben genannte Ziel verwirklicht, können sein:
- Insektensterben
- Renaturierung und -entwicklung von bedrohten Ökosystemen
- Management und Monitoring von Arten und Lebensräumen (Tier- und Pflanzenarten der Hessenliste, Neobiota in Hessen)
- Umwelt- und naturverträgliche Bewirtschaftung von Flächen und Gewässern in Hessen
- Klimawandel und Biodiversität in Hessen
- Innovative Erfassungsmethoden für Umwelt- und Naturschutzmonitoring
- Entwicklung von Konzepten und Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung von urbanen Räumen
Die Arbeit des LSI ist jedoch nicht auf die oben genannten Felder festgelegt, sondern versteht sich als eine offene Plattform für angewandte Naturschutzforschung in Hessen.
Das LSI wird in seiner Arbeit mit Naturschutzorganisationen und -stiftungen, Landschaftspflegeverbänden oder weiteren im Naturschutz engagierten Akteuren im Rahmen von Kooperationsprojekten zu praxisrelevanten Naturschutzfragen oder bei themenbezogener Öffentlichkeitsarbeit zusammenarbeiten. Die Freiheit von Wissenschaft und Forschung wird dabei gewahrt.
Organisation des Lore-Steubing-Instituts
Das LSI wird von einer Geschäftsstelle, einem Direktorium und einem Beirat unterstützt. Die Geschäftsstelle ist organisatorisch und räumlich beim HLNUG, Abteilung Naturschutz – Zentrum für Artenvielfalt, angesiedelt. Die Aufgaben der Geschäftsstelle bestehen in der Koordinierung der Forschungsaktivitäten im LSI, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der Fort- und Weiterbildungsaktivitäten und der Beratungsarbeit im LSI. Neben der Geschäftsstelle gibt es ein Direktorium, das das Leitungsgremium des LSI darstellt. Das LSI wird zudem von einem Beirat beraten und unterstützt. Dem Beirat gehören Fachleute der relevanten universitären Fachrichtungen an (nicht jedoch die Partner) sowie Vertreterinnen und Vertreter des ehrenamtlichen Naturschutzes in Hessen.
Das Direktorium stellt das Leitungsgremium des LSI dar und trifft alle Entscheidungen im LSI. Von jedem LSI-Partner wurde ein Mitglied entsandt, welche zusammen das Direktorium bilden. Hauptaufgabe des Direktoriums ist die Auswahl geeigneter Forschungsprojekte zur Förderung im Rahmen des LSI. Es kann auch Ausschüsse und Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen und Fragestellungen einsetzen.
Dem Direktorium des LSI gehören an:
| Prof. Dr. Thomas Schmid |
Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie Präsident des HLNUG und Geschäftsführender Direktor des LSI |
| Apl. Prof. Dr. Michael Heethoff |
Technische Universität Darmstadt |
| Prof. Dr. Peter Haase |
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung |
| Prof. Dr. Sven Klimpel |
Goethe-Universität Frankfurt |
| Prof. Dr. Birgit Gemeinholzer |
Universität Kassel |
| Prof. Dr. Lars Opgenoorth |
Philipps-Universität Marburg |
| Prof. Dr. Till Kleinebecker |
Justus-Liebig-Universität Gießen |
| Prof. Dr. Ilona Leyer |
Hochschule Geisenheim University |
| Abteilungsleitung |
Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat |
Der Wissenschaftliche Beirat berät und unterstützt das Direktorium. Im Beirat sitzen Fachleute der relevanten universitären Fachrichtungen (jedoch nicht die Partner) sowie Vertreterinnen und Vertreter des ehrenamtlichen Naturschutzes in Hessen. Der Wissenschaftliche Beirat des LSI bewertet die eingehenden Forschungsanträge und gibt eine Empfehlung an das Direktorium des LSI ab, welche Anträge angenommen werden sollten. Außerdem bewertet er vorgeschlagene Arbeitskonzepte und macht Vorschläge für weitere Arbeitsschwerpunkte.
Dem Wissenschaftlichen Beirat des LSI gehören derzeit an:
| Dr. Tobias Erik Reiners |
Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz Ornithologie und Naturschutz |
| Manuel Schweiger |
Nationalpark Kellerwald-Edersee Hessische Großschutzgebiete |
| Dr. Andreas Mölder |
Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt Arten- und Biotopschutz |
| Elke Grimm |
Beruflicher Naturschutz in Hessen Naturschutz und Landschaftspflege |
| Dr. Karin Stein-Bachinger |
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. Ökologischer Landbau und Naturschutz |
| Prof. Dr. Stefan Brunzel |
Biologische Vielfalt und Artenschutz |
| Dr. Walter Durka |
Helmholz-Zentrum für Umweltforschung Molekulare Ökologie |
| Prof. Dr. Martin Dieterich |
Landschaftsökologie und Naturschutz |
| Prof. Dr. Markus Weitere |
Helmholz-Zentrum für Umweltforschung Fließgewässerökologie |



