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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Aktuelles

  • Anzeige geologischer Untersuchungen mittels Bohrungen und Übermittlung von Nachweisdaten

    Bohrungen müssen gemäß Geologiedatengesetz (GeolDG, §8) www.gesetze-im-internet.de/geoldg/index.html bei der zuständigen Behörde dem Geologischen Landesdienst im HLNUG angezeigt werden.

    Das HLNUG stellt für die Anzeige aller Bohrungen, die im Bundesland Hessen durchgeführt werden sollen, eine komfortable Web-Anwendung www.bohranzeige.de zur Verfügung. Die Anwendung wird das Meldeverfahren vereinfachen, nutzerfreundlicher machen und beschleunigen, denn jede Bohrung ist spätestens 14 Tage vor Bohrbeginn anzuzeigen.

    Mit der Anzeige geologischer Untersuchungen mittels Bohrungen über die web-Anwendung ist ebenfalls sichergestellt, dass die Meldung und die Übermittlung der notwendigen Nachweisdaten im Sinne des Geologiedatengesetzes an die zuständige Behörde erfolgt.

    Weitere Informationen zur Anzeige - und Übermittlungspflicht von geologischen Untersuchungen mittels Bohrung beim HLNUG finden sich unter: www.hlnug.de/themen/geologie/geologische-landesaufnahme/bohrung/bohrungen-dritter
  • Forschungsbohrung 2020 in Riedstadt beginnt

    Wie sah es vor Millionen von Jahren im hessischen Ried aus und welche Schlüsse lassen sich für uns daraus ziehen?

    Eine Bohrung in bis zu 500 Meter Tiefe soll darüber Aufschluss geben. Ab Montag, dem 29. Juni laufen bei Riedstadt-Erfelden westlich der Bundesstraße 44 die Vorbereitungen für ein Forschungsprojekt des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG). Die Geologen untersuchen dabei, wie sich die Gesteinsschichten in der nördlichen oberrheinischen Tiefebene zusammensetzen und nutzen lassen.

    Nachdem Zufahrtswege zur Ackerfläche und eine Bohranlage eingerichtet sind, dringt die Bohrmannschaft in den Untergrund vor: Mithilfe der Anlage bohrt sie vertikal in den Untergrund und fördert dabei Gesteine aus bis zu 500 Meter Tiefe ans Tageslicht. Dabei wird ein Bohrkern gewonnen, der einen Durchmesser von zehn Zentimetern hat. Die Wissenschaftler im HLNUG können damit in die letzten 2,6 Millionen Jahre, die Quartärzeit, sowie in die jüngere Tertiärzeit blicken und analysieren, wie sich die Gesteinsschichten abgelagert haben. „Die Forschung bringt uns wichtige Erkenntnisse über die Geologie in Hessen und vervollständigt unser Bild“, erklärt HLNUG-Präsident Professor Thomas Schmid. „Damit können wir aktuelle Fragen zum Beispiel zu Erdbeben oder Erdwärme beantworten.“

    Weiterführende Informationen:
    www.hlnug.de/presse/pressemitteilung/forschungsbohrung-in-riedstadt-startet
    www.hlnug.de/themen/geologie/geologische-landesaufnahme/bohrung/bohrprogramm-hlug/2020