Logo Land Hessen

Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Geophysik

Die Geophysik ist im weitesten Sinne die Wissenschaft von der Erforschung und Beschreibung der Erde und ihres Umfeldes mit den Methoden der Physik. Die Geophysik ist im wesentlichen die Physik der festen Erde sowie der oberen (leitfähigen) Atmosphäre. Dabei beschäftigt sich die Geophysik mit Phänomenen, die in Raum und Zeit viele Größenordnungen umfassen.

Zur Unterstützung der geologischen Landesaufnahme, der Rohstofferkundung und der Hydrogeologie werden geophysikalische Messverfahren eingesetzt.

Das sind allgemein Messungen von physikalischen Parametern, wie z.B. elektrischer Widerstand, Magnetisierung oder Ausbreitungsgeschwindigkeit elastischer Wellen, an der Erdoberfläche oder in Bohrlöchern, um den Aufbau des Untergrunds zu erkunden.

Magnetik / Gravimetrie

Magnetische und gravimetrische Messungen können wichtige Hinweise auf die Zusammensetzung des tieferen Untergrundes liefern. Unter Magnetik werden jene Verfahren der Geophysik verstanden, die sich mit dem natürlichen Erdmagnetfeld und dessen Wirkung auf die Erdkruste befassen. Die Gravimetrie befasst sich mit der Schwerkraft der Erde. Mehr

Geoelektrik

Geoelektrische Messungen sind Messungen des spezifischen Widerstandes von Gesteinen oder anderen Materialien über eine direkte Einspeisung von Gleichströmen oder sehr niederfrequenten Wechselströmen in den Untergrund. Mit sehr unterschiedlichen Verfahren kann die Verteilung des elektrischen Widerstands im Untergrund erkundet werden. Mehr

Seismik

Die Seismik misst die Laufzeit von seismischen Wellen die künstlich an der Eroberfläche oder in flachen Bohrungen erzeugt werden, im Untergrund Brechung und Reflexion erfahren und mit Geophonen registriert werden. Bei der refraktionsseismischen Methode wird die Verteilung der seismischen Geschwindigkeiten im Untergrund ermittelt. Mehr

Bohrlochgeophysik

Neben Messungen an der Erdoberfläche können mit speziellen Messsonden physikalische Parameter in Bohrlöchern beobachtet werden. Am HLNUG gibt es hierfür eine Multisonde mit drei Aufnehmern in einem Gehäuse, die an einem Messkabel mit einer elektrischen Winde bis zu 500 m tief kontinuierlich Messwerte aufzeichnen kann. Mehr