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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Geowissenschaftliches Archiv

Das geowissenschaftliche Archiv ist eine unverzichtbare Grundlage für die Arbeit in den Fachdezernaten (Boden, Geologie, Grundwasser, Erdwärme, Rohstoffe, Baugrund, Geophysik, Geochemie und Paläontologie). Das Archiv dient der zentralen und dauerhaften Archivierung aller relevanten Informationen zur angewandten Geologie und zur geowissenschaftlichen Grundlagenforschung in Hessen.

Im Rahmen der Regelung des Hessischen Umwelt-Informationsgesetzes (HUIG) stehen die Bestände nicht nur anderen Behörden, sondern auch (kostenpflichtig) Firmen, Hochschulen und interessierten Bürgern zur Verfügung.

Zum HUIG:

http://www.rv.hessenrecht.hessen.de/lexsoft/default/hessenrecht_rv.html?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=1&numberofresults=153&fromdoctodoc=yes&doc.id=jlr-BGHE2013rahmen&doc.part=X&doc.price=0.0&doc.hl=1#lawid:2595196,1

Antrag nach dem HUIG:

https://umwelt.hessen.de/sites/default/files/media/hmuelv/2017-05-17_huig-antrag_formular.pdf

Das Geowissenschaftliche Archiv des HLNUG baut auf den Beständen des ehemaligen Hessischen Landesamtes für Bodenforschung (HLfB) (1946 – 1999) auf. Zu dessen Archivalien gehörten bereits Gutachten und Bohrungen, die von der früheren Preußischen Geologischen Landesanstalt Berlin, teilweise schon im 19. Jhd., erstattet bzw. aufgenommen wurden.  Das älteste Stück ist eine Abschrift einer Zusammenfassung von Canerinus über die Bergwerke in Waldeck von 1767.

Seitdem werden kontinuierlich alle (hausinternen und von Dritten für den Dienstgebrauch eingereichten) – nicht publizierten – geowissenschaftlichen Informationen zum Untergrund des Landes Hessen im Archiv gesammelt, dokumentiert und archiviert.

Oberstes Ordnungskriterium für alle Archivalien ist die räumliche Zuordnung im Blattschnitt der Topographische Karte (TK) im Maßstab 1: 25 000. Die Archiv-Signatur setzt sich daher für die Archivalien aus der TK-Nummer und einer fortlaufenden Nummer zusammen. Die Übersicht erfolgt in einer Datenbank, analog in Listenform und als Darstellung auf einer TK.

Die Schichtenverzeichnisse des Bohrkatasters sowie die analogen Gutachten stellen die beiden größten Datenbestände dar.

  • Bestand der Schichtenverzeichnisse: Nach dem Lagerstättengesetz müssen Bohrungen den geologischen Diensten angezeigt und ihnen die Ergebnisse der Bohrungen zur Verfügung gestellt werden. Der derzeitige Bestand umfasst ca. 120 000 Schichtenverzeichnisse von Bohrungen mit teilweise umfangreichen Anlagen, wie z.B. Ausbauzeichnungen, Pumpversuchsergebnissen, diversen Analysen, geophysikalischen Untersuchungen usw. Von etwa 90.000 dieser Schichtenverzeichnisse sind die Stammdaten bereits digital erfasst. Die geologischen Inhalte d. h. die Beschreibung der Gesteinseinheiten in Schichtenverzeichnissen werden ebenfalls in der Bohrdatenbank von Hessen digital erfasst.
  • Bestand der hausinternen Gutachten, Berichte, Stellungnahmen, Stellungnahmen als Träger öffentlicher Belange und Fremdgutachten: Die ältesten Original-Berichte stammen aus dem Jahr 1876.  Der Bestand umfasst ca. 47.000 Archivalien, darunter auch Manuskriptkartierungen und Manuskripterläuterungen, Diplomarbeiten und Diplomkartierungen von diversen Universitäten, Wasser-, Gesteins- und Bodenanalysen sowie Nachlässe.

Benutzung

Die Archivnutzung ist primär für die internen Mitarbeiter/-innen vorgesehen.

Externe Benutzer können auf schriftlichen Antrag, siehe Merkblatt für die Nutzung des Archivs und nach dem HUIG Informationen erhalten, sofern diese nicht Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse tangieren oder personenbezogene Daten enthalten.