Geothermische Planungsdaten
Zur Unterstützung privater und kommunaler Bauherren bei der Entscheidung für die Nutzung der oberflächennahen Geothermie mittels Erdwärmesonden (EWS) haben das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) und das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (HMWEVW) im Jahr 2019 das Projekt Steckbriefe Oberflächennahe Geothermie mittels Erdwärmesonden (EWS) zur Erhebung geologischer und geothermischer Informationen und Daten ausgewählter Baugebiete initiiert. In den Jahren 2021 und 2022 wurde das HLNUG bei der Fortführung des Projekts von der LandesEnergieAgentur Hessen (LEA) organisatorisch unterstützt.
An jedem Standort wurden hierzu Erdwärmesonden mit einer Zieltiefe von 100 m errichtet und Thermal-Response-Tests zur Bestimmung der effektiven Wärmeleitfähigkeit des erschlossenen Untergrundes sowie Messungen der Untergrundtemperatur durchgeführt.
Die Ergebnisse dieser Erhebungen werden in Steckbriefen Oberflächennahe Geothermie (EWS) zusammengefasst und um Hinweise zur Bemessung exemplarischer EWS-Anlagen zum Heizen ergänzt. Es werden zudem Hinweise auf die unter Berücksichtigung der standörtlichen Situation voraussichtlichen behördlichen Anforderungen an die Errichtung und den Betrieb von EWS-Anlagen gegeben.
In den Jahren 2023 und 2024 wurden Thermal-Response-Tests und Temperaturmessungen mit Finanzmitteln des HMWVW an 15 Erdwärmesonden durchgeführt, die im Auftrag privater Bauherren errichtet wurden (Projekt Erdwärmesonden Dritter). Diese Erdwärmesonden haben Tiefen von 100 - 220 m Tiefe. Ergänzt werden diese Untersuchungen durch Temperaturmessungen des HLNUG an zugänglichen Erdwärmesonden, an denen kein Thermal-Response-Test durchgeführt wird.
Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind in einer Tabelle XLSX zusammengefasst.
Eine Verbesserung der Datenlage durch Messungen des HLNUG (hier insbesondere zur Untergrundtemperatur) erfordert die Zugänglichkeit zu EWS-Bohrungen in Abstimmung mit Bauherren und Bohrfirmen. Zur Prüfung, ob in den von Ihnen geplanten EWS-Bohrungen eine Temperaturmessung durchgeführt werden kann, wenden Sie sich bitte an Dr. Sven Rumohr oder Dr. Katharina Kuper.
Temperaturmessreihe Erzhausen – Fachinformationsgrundlage zur oberflächennahen Geothermie
Für ein besseres Verständnis des Temperaturregimes im oberflächennächsten Bereich hat das HLNUG in Kooperation mit der TU Darmstadt am Standort Erzhausen (Hessen) eine hochaufgelöste Messreihe vertikaler Temperaturprofile durchgeführt.
Zwischen Januar 2024 und Januar 2025 wurden im Rahmen einer Bachelorarbeit in einer nicht betriebenen Erdwärmesonde 25 Temperaturprofile bis in 50 m Tiefe erhoben. Die Messreihe ermöglicht eine quantitative Analyse des Zusammenhangs zwischen bodennahen Lufttemperaturen und Untergrundtemperaturen sowie die Abgrenzung der saisonalen, neutralen und geothermischen Zone.
Mit der systematischen Erhebung und Auswertung dieser Daten stellt diese Arbeit eine qualitätsgesicherte Fachinformationsgrundlage zur Verfügung. Die Ergebnisse tragen zur besseren Einordnung geothermischer Fachdaten bei und unterstützen Planung, Bewertung und Genehmigung von Vorhaben im Bereich der oberflächennahen Geothermie in Hessen.

- Steckbrief ONG Alsfeld PDF
- Steckbrief ONG Büdingen-Düdelsheim PDF
- Steckbrief ONG Dietzenbach PDF
- Steckbrief ONG Erzhausen PDF
- Steckbrief ONG Frankenberg (Eder) PDF
- Steckbrief ONG Frankfurt Rebstock PDF
- Steckbrief ONG Habichtswald PDF
- Steckbrief ONG Heidenrod-Kemel PDF
- Steckbrief ONG Hofheim-Wallau PDF
- Steckbrief ONG Homberg PDF
- Steckbrief ONG Kassel-Calden PDF
- Steckbrief ONG Langgöns-Dornholzhausen PDF
- Steckbrief ONG Marburg PDF
- Steckbrief ONG Münster PDF
- Steckbrief ONG Niddatal PDF
- Steckbrief ONG Offenbach-Bieber PDF
- Steckbrief ONG Pohlheim PDF
- Steckbrief ONG Riedstadt-Goddelau PDF
- Steckbrief ONG Solms-Oberndorf PDF
- Steckbrief ONG Stockstadt PDF
- Steckbrief ONG Twistetal PDF
- Steckbrief ONG Vellmar PDF
- Steckbrief ONG Waldeck PDF