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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Bohrlochgeophysik

Neben Messungen an der Erdoberfläche können mit speziellen Messsonden physikalische Parameter in Bohrlöchern beobachtet werden Am HLNUG gibt es hierfür eine Multisonde mit 3 Aufnehmern in einem Gehäuse, die an einem Messkabel mit einer elektrischen Winde bis zu 500 m tief kontinuierlich Messwerte aufzeichnen kann. Beobachtet werden mit dieser Apparatur die natürliche Gammastrahlung, die Temperatur und die elektrische Leitfähigkeit,- bezw. ihr Kehrwert, der elektrische Widerstand.

Die Gammastrahlung zeigt vornehmlich den Tongehalt des Untergrunds an, weil Ton einen besonders hohen Anteil des radioaktiven Kaliumisotops K40 enthält. So können häufig Schichtgrenzen erkannt werden.


Die elektrische Leitfähigkeit reagiert empfindlich auf Inhaltsstoffe im Grundwasser und kann somit z.B. bei der Entdeckung auch schwacher Versalzungen helfen.


Die Temperatur schließlich ist ein wichtiger Parameter bei der Beurteilung des geothermischen Potenzials. Daneben geben auch kleine Abweichungen von der normalen Temperaturzunahme mit der Tiefe Hinweise auf Strömungsvorgänge im Grundwasser.


Das nachfolgende Beispiel zeigt die beschriebenen Messkurven für ein Bohrloch im Vogelsberg: